Das Mysterium der mündlichen Prüfung in Mediengeschichte- Zwischen Dionysos und Andy Warhol

VORBEREITUNGEN

Einige Aussagen der Dozenten im ersten Semester wie „Fangt doch einfach schon mal an zu lesen“, überhörten die meisten Studierenden. Somit war zu erwarten, dass zu Beginn des Sommersemesters die ersten panischen Whatsapp-Nachrichten und Facebook Kommentare die Runde machten.

Spätestens im Tutorium, das alle zwei Wochen stattfindet, wird der Ernst der Lage klar: Das Ausmaß der 12 Mappen ist kaum zu überschauen und man sieht sich selbst bei 30 Grad im Sommer nicht mehr am Aachener Weiher liegen, sondern in der stickigen Bibliothek. Mein Rat zum Tutorium: geht einfach hin! Dieses wird von Studierenden gestaltet, die selber vor wenigen Semestern in der gleichen Situation waren und all eure Fragen zu diesem Thema beantworten können. Dort habt ihr neben dem Erlernen von Lernmethoden auch die Möglichkeit sich mit anderen Kommilitonen auszutauschen.

Mein wichtigster Tipp ist also, dass ihr unbedingt mit anderen über die Mappen redet und euch austauschen müsst! Man selber wird nicht jeden Text perfekt verstehen und dann ist es von Vorteil, wenn ihr eine Gruppe habt. Bei einigen Gruppen hat das Aufteilen von Mappen auch gut funktioniert, jedoch sitzt am Ende jeder in seiner eigenen Prüfung und muss sein eigenes Wissen mitteilen. Neben der Prüfungssimulation im Tutorium solltet ihr auch mit euren Freunden oder der Lerngruppe simulieren. Dabei könnt ihr eure eigenen Schwächen erkennen und jemand anderes kann euch helfen.

Jeder bereitet sich auf eine mündliche Prüfung anders vor, jedoch muss man sich über den eigenen Lerntypen klar sein. Ich habe die Mappen sehr gerne in Ruhe in der Bibliothek des Instituts der Deutschen Sprache und Literatur (im Philosophikum, 2. Stock) gelesen. Die Texte sind unterschiedlich komplex und die Länge bedarf oft viel Konzentration. Trotzdem kenne ich auch einige, die die Texte in der Bahn oder in Cafés gelesen haben und damit auch sehr gut zurecht gekommen sind. Jeder muss auch wissen, wie viel Zeit er zum Lesen für Texte braucht. Ich habe erst im Sommersemester angefangen, jedoch auch viele Stunden in der Bibliothek verbringen müssen. Trotz der Menge an Texten würde ich nicht allzu früh anfangen, da man viele Dinge wieder schnell vergessen kann.

Der Besuch in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung (TWS) im Schloss Wahn ist zum Bestehen des Moduls obligatorisch und dort solltet ihr auf jeden Fall hinfahren. Dabei könnt ihr nicht nur die Fahrzeit zum Schloss ausprobieren, sondern auch die Prüfungsräume sehen. Im Laufe eures Studiums könnte sich je nach eurem Interesse die TWS für die Recherche von Hausarbeiten anbieten.

 

PRÜFUNG

Nun will ich euch auch endlich etwas zu der mündlichen Prüfung erzählen. Im Vorhinein werdet ihr eine Liste mit Matrikelnummern und Tagen mit Uhrzeiten bekommen, an denen eure Prüfung dann stattfinden wird. Am Schloss Wahn angekommen, könnt ihr euch in einem großen Raum treffen und dort wartet ihr dann darauf, dass ihr zum Vorbereitungsraum abgeholt werdet. Lasst euch hier gesagt sein: Seid nicht von den anderen Kommilitonen verunsichert, die entweder noch die letzten Fragen klären wollen oder anscheinend mehr wissen als ihr. Vertraut auf euer Wissen!

Nach einer spontanen Paarbildung für die Prüfung werdet ihr mit eurem Partner*in und den Materialien in einen Vorbereitungsraum geführt und dort könnt ihr euch über die Materialien austauschen und entscheiden, wer welches Thema gerne bearbeiten möchte. Ich hatte Materialien aus der Antike und mein Partner aus der Mappe ‚Die Welt als Netz‘. Da mein Partner Medieninformatik studiert fiel die Entscheidung ganz leicht. Es ist aber auch kein Weltuntergang, wenn man nicht sein Lieblingsthema bekommt, da man ja trotzdem auch Fragen zu dieser Mappe gestellt bekommt. Meine Prüfer Benjamin Beil und Sabine Päsler waren sehr nett und die Prüfung viel besser, als im Vorhinein angenommen.

Abschließend kann ich euch nur raten, dass ihr euch nicht verrückt machen sollt! Nutzt jedes Angebot des Moduls und redet viel mit Anderen darüber! Die Note der Prüfung geht zwar nicht in die Endnote ein, jedoch wird es euch den Einstieg in die Themen der Mediengeschichte erleichtern und für die kommenden Semester immer wieder Verknüpfungen zu anderen Themen herstellen.

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